
Rentiersafari im finnischen Lappland: Was Sie bei einer Schlittenfahrt erwartet
Was ist eine Rentiersafari?
Eine Rentiersafari ist eine geführte Schlittenfahrt, die von einem Rentier durch die schneebedeckten Wälder Finnisch-Lapplands gezogen wird und in der Regel von einer aktiven Rentierfarm aus durchgeführt und von einem Sami oder einheimischen Hirten geleitet wird. Während eine Husky-Safari schnell und laut ist und die Pfoten auf dem Schnee klappern, ist ein Rentierritt langsamer und leiser – das Tier geht in gemächlichem Tempo durch die Bäume und das Erlebnis tendiert eher zu einem ruhigen Eintauchen in die arktische Landschaft als zu Adrenalin. Es ist eine der sanftesten Möglichkeiten, die Wildnis Lapplands zu erleben und eignet sich für Reisende jeden Alters, auch für kleine Kinder und Großeltern.
Was tatsächlich auf der Fahrt passiert
Safaris beginnen in der Regel auf der Farm mit einer kurzen Einführung in die Herde und die Rentierhaltung – eine Tradition, die das samische Volk in dieser Region seit Jahrhunderten praktiziert. Normalerweise sitzen Sie zu zweit auf einem Schlitten, in Decken gehüllt, während das Rentier Sie je nach Paket zwischen 1 und 3 Kilometer über einen Waldweg zieht. Der Hirte geht oder reitet nebenher und teilt Hintergrundinformationen über die Tiere, die Lebensweise der Sami und wie Rentiere im Laufe der Jahreszeiten gehalten werden. Das gesamte Erlebnis, einschließlich des Besuchs auf dem Bauernhof davor und danach, dauert normalerweise 1,5 bis 2,5 Stunden.
Begegnung mit der Herde und Hören der samischen Geschichte
Für viele Gäste ist der beste Teil nicht die Fahrt selbst, sondern die Zeit, die sie auf dem Bauernhof verbringen – Rentiere mit der Hand füttern, die Herde im Schnee fotografieren und sich anschließend am Feuer mit heißem Beerensaft aufwärmen. Ein guter Führer erklärt auch die Rolle der Rentierhaltung in der samischen Kultur und die praktischen Realitäten der Bewirtschaftung freilaufender Herden in weiten Gebieten der arktischen Wildnis – ein Kontext, der aus einem schönen Fotomotiv ein echtes kulturelles Erlebnis macht.
Was man für eine Rentiersafari anziehen sollte
Da man während der Fahrt still im Freien sitzt, kommt es schnell zu Kälteeinbrüchen: Thermo-Basisschichten, eine warme Mittelschicht und eine winddichte, isolierte Außenhülle sind neben geeigneten Winterstiefeln, Fäustlingen und einer Mütze unerlässlich. Die meisten Betreiber stellen im Paket einen Thermo-Überanzug, Stiefel und Handschuhe zur Verfügung, sodass Sie in der Regel nur persönliche Basisschichten und warme Socken mitbringen müssen. Eine vollständige Aufschlüsselung nach Körperzonen finden Sie in unserem Layering-Leitfaden für die Arktis.
Beste Zeit und wie man bucht
Rentiersafaris finden während der Schneesaison statt, im Großen und Ganzen von Dezember bis April, mit tiefem Schnee und den schönsten Landschaftsverhältnissen von Januar bis März. Dies überschneidet sich direkt mit der Hauptsaison der Nordlichter, sodass sich die Fahrt problemlos mit einer abendlichen Polarlichtjagd auf derselben Reise kombinieren lässt – viele unserer Reiserouten verbinden eine Rentier- oder Husky-Safari am Tag mit einer Polarlichtjagd nach Einbruch der Dunkelheit. Rentiersafaris sind bei Familien beliebt und werden in der Regel um Weihnachten und Neujahr ausgebucht. Reservieren Sie Ihren Platz daher im Voraus, wenn Sie über die Feiertage reisen.
Entdecken Sie unsere Rentiersafari-Pakete, um die Herde kennenzulernen, und kombinieren Sie den Ritt mit einer geführten Nordlichtjagd auf derselben Lappland-Reise.
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